Zeitreise in die 60er - Über das neue Album der New Yorker Band Crystal Stilts

Crystal Stilts Tourplakat_Sphärische Klänge und Soundkollagen wabern vor sich hin, verdichten sich mehr und mehr um dann in Form eines musikalischen Urknalls eine Songperle freizusetzen, die wahrscheinlich nicht nur zufällig an Pink Floyds "Astronomy Domine" erinnert und den geneigten Hörer gleich in ihren Bann zieht. Wilkommen im Jahr 1968 und wilkommen auf "In Love With Oblivion", dem zweiten Album der New Yorker Band um Sänger Gitarrist JB Townsend.

Wenn man die Augen schließt könnte man glatt vergessen, dass man sich im Jahr 2011 befindet. Wha -Wha-lastige sixties Gitarren, fragile Spinettklänge, rollende Hammondorgeln, ein rumpelndes Schlagzeug und ein dermaßen halliger Gesang, dass es scheint als würde Sänger Brad Hargett aus einem anderen Jahrhundert grüßen. Psychedelischer Retrorock vom Feinsten und dabei irgendwie immer auch eigenständig.

Auf dem Nachfolger zu ihrem Debutalbum  "Alight Of Night" von 2008 geben sich die fünf Musiker - komplettiert wird das Quintett durch Keyboarderrin Kyle Forester, Bassist Andy Adler und Schlagzeuger Andy Rose -  stilsicher ganz den Klängen der Swinging Sixties hin und landen punktgenau im Zentrum des Bermudadreiecks zwischen "Sgt. Pepper", den frühen Pink Floyd und Velvet Underground. Als Anspieltip seien hier der Opener "Sycamore Tree", das Velvet Underground lastige "Precarious Stair" oder der siebenminütige Stampfer "Alien River" hervorgehoben.

Wer nun Lust verspürt sich von der Band auch live mit auf eine Zeitreise nehmen zu lassen, der hat hierzu Anfang Juni an drei Terminen die Gelegenheit. Am 4.6. spielen die Crystal Stilts in Münster, am 5.6. in Berlin und am 6.6. abschließend in München.

Mehr Info zur Band und Hörproben: http://crystalstilts.com/media.htm
Anhören unter: http://grooveshark.com/#/album/In+Love+With+Oblivion/5913913?src=5