Auch Mietpreispolitik kann sozialverträglich sein

aaseestadtGerade in Zeiten des demographischen Wandels sollte man ja eigentlich glauben, dass die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in den Städten und Gemeinden der Republik zurückgegangen ist. Aber weit gefehlt: Gerade vor dem Hintergrund eines zunehmenden Auseinanderdriftens von Arm und Reich ist die überwunden geglaubte Wohnungsfrage längst wieder in Deutschlands Städte zurückgekehrt. Zwar reagiert die Politik mittlerer Weile auf den zunehmenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum, aber die Frage die sich stellt lautet: Was bringen Mietpreisbremse und 500 Millionen Fördermittel?

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Pfändungsschutz

PfändungZum 1. Juli 2010 wurde in Deutschland das sogenannte Pfändungsschutzkonto, kurz P-Konto, eingeführt. Dabei handelt es sich um ein auf Guthabenbasis zu führendes Konto einer natürlichen Person mit dem Zusatzvermerk „P-Konto“. Im Falle einer Konto-Pfändung ermöglicht es dem Schuldner die Verfügung über den ihm monatlich zustehenden pfändungsfreien Betrag. Wird das Guthaben auf einem P-Konto gepfändet, kann der Schuldner bis zur Höhe dieses monatlichen Pfändungsfreibetrages nach ZPO (Zivilprozessordnung) frei verfügen (ab dem 1. Juli 2011 aktueller Sockelbetrag: 1028,89 €). Somit soll gewährleistet sein, dass ein Schuldner auch im Falle einer Pfändung über einen Minimalbetrag zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes verfügen kann. Sollte der Schuldner Unterhaltsverpflichtungen haben erhöht das jeweilige Geldinstitut, nach Vorlage entsprechender Nachweise, den monatlichen Pfändungsfreibetrag.

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Die kleinen Sünden des Uli Hoeneß

Uli HIm Jahr 2002 ließ Uli Hoeneß in einem Interview verlautbaren: „Es kann doch nicht Sinn der Sache sein, ins Gefängnis zu wandern, nur um ein paar Mark Steuern zu sparen“. Von „ein paar Mark“ konnte bei ihm auch damals schon nicht die Rede sein, verfügte er doch schon zu diesem Zeitpunkt über das heimliche Konto 4028BEA bei der Züricher Vontobel-Bank ohne die darauf gehorteten Millionen zu versteuern. In der Folge äußerte er sich gerne in Talk-Shows zum Thema Steuererhöhungen für Wohlhabende dahingehend, dass dies nur eine Steuerflucht in die Schweiz zur Folge hätte. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Seit März weiß es die Öffentlichkeit: Hoeneß ist ein Experte und hat selbst Steuern hinterzogen. Jetzt hat also die Staatsanwaltschaft München Anklage gegen Hoeneß erhoben und die Wirtschaftskammer des Landgerichts München muss über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens eine Entscheidung treffen.

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Sicheres Jagdrevier für Frauen auf der Suche nach Sex ohne Verpflichtungen

C-DateMan unterstellt Frauen ja immer noch gerne, dass sie alle nur auf den Traumprinzen hoffen, der sie charmant erobert, heiratet und auf seinem hohen Ross mit ihnen in das Märchenschloss reitet, wo sie dann bis in alle Ewigkeit glücklich sind. Schön und gut, viele Frauen träumen von der großen Liebe, aber es gibt auch genügend weibliche Wesen, die sich schöneres vorstellen können, als bis ans Lebensende „Frau Traumprinz“ zu sein. Manche Frauen genießen das Singledasein ganz einfach und denken gar nicht daran, sich fest zu binden. Schließlich hat frau heute nicht nur im Berufsleben und gesellschaftlich viel mehr Optionen, auch sexuell stehen eigentlich alle Türen offen. Laut der Internationalen C-Date-Studie zu Casual Dating, Sex und Beziehungen hatten 46% der befragten Frauen schon einmal Sex ohne Verpflichtungen (zum Beispiel einen „Sex-Kumpel“) und 36% der weiblichen Teilnehmer hatten sogar schon Sex mit einem völlig Fremden! Wenn das nicht von Abenteuerlust zeugt...

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Naturpädagogik - Ökologisch sinnvoll handeln

Mutter NaturSchwere Erdbeben, Tsunamis, Überschwemmungen und Hurrikans. Im vergangenen Jahr ist die Menschheit (mal wieder) Zeuge von verheerenden Naturereignissen geworden, die mitunter Tausenden Menschen das Leben, jedoch zumindest die Existenz gekostet haben. Hiermit ist zwangsläufig die Frage verbunden, ob diese Vorfälle im Zuge der Erderwärmung durch die Menschheit forciert verursacht werden oder ob es sich um sogenannte „statistische Ausreißer“ handelt? Eine schwierige Frage, zumal es „uns“ auf diesem Planeten noch nicht so lange gibt wie die Natur selbst. Jedoch ist vielen bereits bewusst, dass ein Umdenken stattfinden muss, damit zum einen der Erderwärmung entgegengewirkt werden kann und zum anderen auch zukünftige Generationen eine lebenswerte und artenreiche Umwelt erleben können.

Die Natur als Sklave der Menschen

Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass der Mensch schon immer dazu neigte, auf Kosten Anderer zu wachsen. Waren es von Babylon bis Hitler zumeist Kriege und damit verbundene Annexionen, ist heutzutage ein regelrechter Naturimperalismus ausgebrochen, der Kampf um und die Nutzung von Rohstoffen zwecks Wachstum. Wohl denen, die auf großen Öl- und Gasvorkommen sitzen?!?

Das Schlimme an dieser ganzen Maschinerie ist, dass sich die Menschen an diesen „Standard“ gewöhnt haben. Erdbeeren aus Spanien im Winter, 34 verschiedene Käsesorten im Supermarktregal und der fast tägliche Fleischkonsum sind nur drei Beispiele, die unsere Dekadenz belegen und den Zerfall von Mutter Natur beschleunigen.

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Wenn schon Scheidung - dann online... 2011 mehr Internet-Scheidungen denn je!

Interview Rechtsanwalt Online Sscheidung Alles (oder fast alles) geht heute online! Das fängt beim Einkaufen an und hört beim Verlieben noch lange nicht auf. Junge Menschen sitzen auf Partys nebeneinander und Chatten lieber bei Facebook als sich zu unterhalten. Selbstredend wird auch der aktuelle Beziehungsstatus im jeweiligen sozialen Netzwerk gezeigt und gegebenfalls freudig oder mitleidig kommentiert.

Damit nicht genug macht seit einiger Zeit - und zeitgemäß - das Wort von einer "Scheidung Online" die Runde. Zwar löst die Vorstellung allein bei vielen fragende Blicke oder gar spöttisches Schmunzeln aus - für viele zukünftige EX-Ehepartner scheint dies ein probates Mittel darzustellen den Verwaltungsakt möglichst schnell, kostengünstig und vor allem bequem, hinter sich zu bringen.

Angebot und Nachfrage sind da

Eine kurze Internetrecherche zum Thema Scheidung zeigt zudem: Das Angebot an Anbietern ist üppig und die Zielgruppe wird heftig umworben. Nach einer kleinen Umfrage bei einigen Anbietern erfahren wir weiterhin, dass sich die Zahl der online beauftragten Mandate im Jahr 2011 erheblich gesteigert hat, Tendenz zunehmend.

Wir haben uns also kurzerhand mit einem Pionier der Internetscheidung zu einem kurzen Interview verabredet! Ganz unzeitgemäß allerdings, nämlich analog.

Interview RA Kieppe: Online-Scheidung im Trend der Zeit

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Die Böse Überraschung - Ab Januar 2012 entfällt der Pfändungsschutz für Sozialleistungen

Geldhahn-zugedreht Viele Empfänger von Sozialleistungen werden am Jahresanfang eine böse Überraschung erleben. Sie bekommen den sprichwörtlichen Geldhahn abgedreht.
Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt tritt ab Januar 2012 eine Änderung in Kraft, die Empfänger von  Sozialleistungen wie Hartz IV oder ALG II existenziell bedrohen kann, wenn Sie nicht fühzeitig Ihr Girokonto in ein sogenanntes P-Konto umgewandelt haben.

Wir haben aus diesem Grund ein kurzes Interview mit dem bekannten Kölner Rechtsanwalt und Schuldnerberater Max Postulka geführt, um über das sogenannte P-Konto und die aktuellen Änderungen im Pfändungschutz zu sprechen.

Die Bescheinigung zu Erhöhung der Freibeträge können Sie hier bestellen:
 p-konto bescheinigung bestellen 

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Dauerkrank im Kindergarten

thumb_WaldkindergartenEs ist endlich soweit, der Kindergarten startet. Das Kind freut sich mit anderen zu spielen und Mama kann vielleicht arbeiten gehen und andere Erledigungen machen -  doch bereits nach einer Woche ist das Kind krank und muss einige Tage zu Hause bleiben. Kaum auskuriert und wieder fit zum Spielen, steht schon der nächste Virus an.

Besonders in der Anfangszeit bringen Kinder viele Krankheiten mit nach Hause. Da gehören Husten, Schnupfen und Heiserkeit zum Alltag und sind noch das kleinere Übel. Aber auch schwerwiegende Kinderkrankheiten wie Magen-Darm, Fieber, Läuse oder eine Mittelohrentzündung gehören schon fast zur Normalität.

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Hartz IV – Was nun?

Für viele Menschen kommt der Gang in die Arbeitslosigkeit nicht selten einem Weltuntergang gleich. Mitunter drastische finanzielle Einbußen, drohende Sanktionen des Umfeldes, Statusverluste sowie mangelndes Selbstbewusstsein sind allzu oft Auswirkungen dieses Prozesses. Gleichwohl ist dies nicht das Ende der Welt. Jedes Ende markiert zwangsläufig einen neuen Anfang.  In allen Fällen sollte man zuallererst Ruhe bewahren. Damit überhaupt Geld vom Staat kommt, muss man etliche bürokratische Hürden überwinden. Die kann unter Umständen mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate in Anspruch nehmen. Aufgrund dessen sollte man sich bereits frühzeitig um die Antragsstellungen bemühen, insbesondere dann, wenn man in absehbarer Zeit arbeitslos wird. Zeitgleich steht natürlich die Arbeitssuche im Fokus. Diesbezüglich sollte man einige Bewerbungstipps beachten, wie beispielsweise die korrekten Formalien oder die Vollständigkeit der Unterlagen.

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EHEC und kein Ende - Gurken und Sprossen unschuldig wie Kachelmann

Sprossen als EHEC Auslöser?Wer den Erfolgstietel "Fleisch ist mein Gemüse" zu seinem Credo erhoben hat wägt sich (mal von Bluthochdruck, ruinierten Cholesterinwerten und Hormon- bzw. Gammelfleisch abgesehen) im Moment auf der sicheren Seite und hat für die Kollegen am Salatbuffet nur ein mitleidig-arrogantes Lächeln über. Der Rest fühlt sich nur noch verunsichert und falsch bis gar nicht informiert. Fakt ist, dass der Erreger neu und äußerst aggressiv ist, zur Zeit aber noch niemand weiß wo er herkommt. Am Wochenende fiel der Verdacht auf auf die Sprossen eines niedersächsischen Produzenten, doch nach vier Tagen Panikmache wurde die Unschuld der Sprossen zweifelsfrei nachgewiesen. Auch Gurken aus Spanien sind mittlererweile aus dem Rennen. Wer ist also der Schuldige oder wo kommt der Erreger her?

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EHEC, Höhepunkt noch nicht überschritten

ehec auf Rohkost und Gemüse
EHEC - lauert gern auf Rohkost und Gemüse

Enterohämorrhagische Escherichia coli kurz EHEC nennt sich das Bakterium, das im Moment in Deutschland zu einer ganzen Reihe lebensgefährlicher Infektionen geführt hat. Eine 83 jährige ist bereits an den Folgen gestorben, in zwei weiteren Fällen konnte die Ursache nicht eindeutig nachgewiesen werden. Insgesamt wurden bis jetzt 460 Fälle gemeldet, wobei 80 davon  als wirklich schwerwiegend eingestuft werden. Doch nimmt die Zahl der gemeldeten Erkrankungen ständig zu, so dass ein Höhepunkt noch nicht abzusehen ist. Verbraucherministerin Aigner bezeichnet die momentane Lage als "besorgniserregend", da man über die Ursachen der Verbreitung zum jetzigen Zeitpunkt nur spekulieren kann.

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Bitte nicht krank werden...

GesundheitWas unser Gesundheitssystem angeht, bin ich zuweilen sehr ambivalent veranlagt. Auf der einen Seite denke ich, dass selbiges im Vergleich zu anderen Nationen mehr als gut ist, auf der anderen Seite jedoch, gibt es Punkte, die mich glauben lassen könnten, dass alles immer teurer und schlimmer wird. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der anhaltenden niedrigen Geburtenrate ist es ja eigentlich nur die logische Konsequenz, dass alles 'n bissl teurer wird, oder?

Naja, ich will hier gar nicht großartig gegen unser Gesundheitssystem wettern, da ich immer noch der Meinung bin, dass es gut und umfassend ist. Gleichwohl hatte ich gerade mal wieder einen kleinen „Konflikt“ mit dieser Auffassung.

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Lecker Fisch

Immer häufiger findet sich in den letzten Jahren auf den Speisekarten und in den Tiefkühltheken ein Fisch der auf den ulkigen Namen Pangasius (pangasianodon hypophthalmus) hört. Mittlererweile ist dieser Vertreter seiner Zunft einer der am häufigsten verzehrten Fische in der EU. Er hat alles was für den Laien einen guten Fisch ausmacht. Sein weißes Fleisch ist zart und von mildem Geschmack, grätenfrei und, was in Zeiten knapper Kassen immer wichtiger wird, günstig. Obendrein wird das ökologische Gewissen beruhigt, da ihm nicht der Makel anhaftet von Überfischung bedroht zu sein, wie die Kollegen Kabeljau, Seelachs oder Hering.

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Bürokatie kann so schön sein

Da gab es doch mal diesen Asterix-Film in dem die Protagonisten in einer Art Irrenhaus von einem Büro zum nächsten geschickt wurden um das Antragsformular für den Antrag für das Formular für den Antrag und soweiter und so fort...zu beantragen. Das ganze sollte eine Art herkulische Prüfung darstellen und als ich es damals sah habe ich auch noch gelacht. Der humoristische Aspekt für diese Episode ging dem Autor dieser Zeilen vor wenigen Tagen völlig verloren, als er nämlich mit selbigem Vorgang nicht mehr auf der Mattscheibe konfrontiert wurde, sondern im wahren Leben. Ausgezogen um auf Grund von Berufsunfähigkeit Leistungen bei der Bundesagentur für Arbeit zu beantragen fand er sich zur vorgegebenen Zeit im vorgegebenen Büro ein. Angetan mit einem halben Leitz-Ordner voller ausgefüllter Formulare brachte er sein Anliegen zum Vortrage. Der Sachbearbeiter nickte verständnisvoll, machte hin und wieder ein Häkchen und sprach: "Da fehlt uns dann ja nur noch ein ärztliches Gutachten". . . . Der Antragsteller erwiederte, dass jenes Gutachten ja schon seit einem Jahr bei der Agentur vorläge (deren medizinischer Dienst es im Übrigen auch erstellt hatte). Einen Mausklick später nickte der Sachbearbeiter wohlwollend und verkündete, der Leistungsbewilligung stünde dann ja nichts mehr im Wege und der entsprechende Bescheid käme spätestens Ende der Woche mit der Post. Das ging ja mal glatt. Verdächtig glatt! Doch siehe da, am Freitag gab es Post doch statt einer Auflistung der Leistungen stand da nur ganz lapidar: "Ich konnte ihren Antrag leider nicht bearbeiten, da mir kein ärztliches Gutachten vorliegt. Ich muß sie darauf hinweisen, dass, so lange wie sie keine Leistungen erhalten, ihr Krankenversicherungsschutz gefährdet ist". Das war mal eine Ansage. Also ans Telefon und nach gefühlten dreihundert Warteschleifen habe ich auch schon das Infocenter an der Strippe (pro Einheit aus dem dt. Festnetz 5,3 cent). Tja, das könne man auch nicht verstehen, das Gutachten läge seit Juni 2010 vor. Man gäbe meine Anfrage (eigentlich war es schon eine Beschwerde) an den zuständigen Sachbearbeiter weiter, der sich dann umgehend melden würde (auf einem Freitag....sicher).

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